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| Workshops 7. LMV |
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"Der Feind im eigenen Land" - Diskurse zu Antisemitismus im 19. Jh. und Islam im 21. Jh. Julian, Bildungswerk für Politik und Kultur Ist es gerechtfertigt, die aktuellen Diskurse über den Islam mit den antisemitischen Diskursen des späten 19. Jahrhunderts zu vergleichen? Darüber entbrannte eine heftige Debatte zwischen dem Publizisten Henryk M. Broder und dem Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, Wolfgang Benz. Wir wollen uns im Workshop konkret damit auseinandersetzen, wie diese beiden Diskurse geführt wurden bzw. werden. Workshop zum bedingungslosen Grundeinkommen Teamerin: Adeline Otto Kochen und kollektive Essensverpflegung auf der LMV Teamer: Norbert, Markus, Florian Parallel zu jeder Workshop-Schiene soll es erstmalig einen Kochworkshop geben. Seit etwa 2 Jahren versuchen wir uns in kollektiver Selbstversorgung und verzichten auf Catering. Doch wie plant man Essen für bis zu 100 Personen, wie berechnet man Einkäufe, was kann man vegetarisch/vegan kochen? Wir wollen, dass möglichst viele Menschen auf der LMV sich in das Gelingen dieses wichtigen Verbandswochenendes einbringen. Dazu gehört gesundes und abwechslungsreiches Essen und natürlich auch seine Zubereitung. Geistiges Eigentum Teamer: Thomas und Sascha „Raubkopierer sind Verbrecher!“ heißt es immer öfter in Werbespots im Kino, Fernsehen oder auf DVDs. Aber war rauben sie, und was ist ihr Verbrechen? Mit der seit den 90er Jahren stark wachsenden Bedeutung und Entwicklung moderner Informationstechnologien (wie z. B. Internet, Mobilfunk) wird verstärkt die öffentliche Debatte um den Begriff „Geistiges Eigentum“ geführt. Während auf der einen Seite Downloads von Filmen und Musik als Gefahr für Kreativindustrie und KünstlerInnen beschrieen werden, gelten auf der anderen Seite „Raubkopierer“ als kleine Helden (im öffentlichen Diskurs sind sie fast immer männlich) des Alltags, die sich gegen die Verwertungsinteressen kapitalistischer Großunternehmen engagieren und so zu Vorkämpfern für eine gerechtere Gesellschaftsordnung werden. Dieser Workshop unternimmt abseits von Technologien und Möglichkeiten des Filesharings den Versuch eines tiefergehenden Blicks auf das Konzept „Geistiges Eigentum“: Was bedeuten Urheberrecht, Patente und Markenrechte eigentlich? Was unterscheidet „Geistiges Eigentum“ von „normalem“ Eigentum, und was genau ist eigentlich Eigentum in unserer kapitalistisch verfassten Gesellschaft? Wie lässt sich in der Diskussion um „Geistiges Eigentum“ eine antikapitalistische Perspektive entwickeln? Revolution 2.0 ? Teamer: Felix Wie funktioniert eigentlich der kapitalistische Staat? Ist er wirklich nur der „Überbau“ einer ökonomischen Basis? Muss Revolution immer gleich funktionieren? Und was sind überhaupt Kasematten? All diese Fragen wollen wir in diesem Workshop anhand der Theorie des „integralen Staates“ des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci klären und auf die Bedeutung des Staates als Form der kapitalistischen Unterdrückung eingehen. Dazu werden wir uns anfangs kurz die staatstheoretischen Ansätze von Karl Marx und Friedrich Engels anschauen, damit verständlich wird, auf welchem Fundament Gramsci seine Theorie aufbaut. Im Folgenden werden dann versuchen die Theorie des „integralen Staates“ sowie des „Stellungskriegs“ zu erarbeiten und darüber zu diskutieren, in wie fern uns diese Theorie bei unseren heutigen Kämpfen hilfreich sein kann. Ziel des Workshops soll die Darstellung und Vermittlung der Staatstheorie von Antonio Gramsci sein. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, wobei ein generelles Interesse für marxistische Theorie vorausgesetzt wird. Residenzpflicht abschaffen! - Worüber reden wir und was können wir tun? Teamer: Kay Wendel, Flüchtlingsrat Brandenburg Die Residenzpflicht gehört abgeschafft! Im Bundestag gibt es dafür zurzeit jedoch noch keine Mehrheit. Landes- und Lokalpolitiker/innen, die sich gegen die Residenzpflicht aussprechen, verstecken sich oft dahinter, dass sie nichts tun könnten, weil es sich um ein Bundesgesetz handelt. Tatsächlich kann auf Landesebene und sogar auf Kreisebene viel getan werden: der Berliner Rechtsanwalt Rolf Stahmann hat ein Gutachten erstellt, was lokal und auf Landesebene möglich ist, um den Bewegungsraum für Flüchtlinge auszudehnen. Kein vergeben! Kein Vergessen! – Nazis haben Namen und Adressen Teamer: Markus „Die extreme Rechte in Brandenburg“ Brandenburg gehört zu den Bundesländern mit den meisten rechtsextrem motivierten Gewalttaten in Deutschland. Trotz des medienwirksam aufbereiteten Vorgehens von Polizei und Justiz gegen die Szene floriert der rechte Lifestyle weiter. Militante Neonazi-Kameradschaften treiben ihr Unwesen, Döner- und Asia-Imbisse werden von Rassisten reihenweise niedergebrannt, unter vielen Jugendlichen ist Rechtsrock akzeptierter Bestandteil der CD-Sammlungen und dazu trägt die DVU dumpfe Stammtischparolen bis in den Landtag. Der Vortrag bietet Reflexionen darüber, wo Rechtsextremismus anfängt, wie er sich in Brandenburg äußert und Fakten über den Grad rechtsextremer Organisation und der Verbreitung rechter Ideen in der Bevölkerung. Ein Schwerpunkt ist die Vorstellung rechter Strategien anhand jeweils aktueller Beispiele aus der Kameradschaftsszene.
Marx für EinsteigerInnen Teamer: Jakob vom Kapital-Lesekreis DIE LINKE.SDS Die Theorie von Marx ist vielseitig, nicht ganz einfach, und ein rießiger Berg. In diesem Workshop - der sich an EinsteigerInnen richtet - soll versucht werden, einen ungefähren Überblick zu vermitteln. Neben einem grundsätzlichen Einblick in die marxsche Theorie werden Auszüge einiger Schriften von Marx diskutiert. Der Staatsstreich in Honduras: Was ist passiert und was können wir tun? Teamer: Johannes Wilm Am 28. Juni fand im zentralamerikanischen Land Honduras ein Militärputsch gegen den linksgerichteten Präsidenten Zelaya statt. Seitdem sind es vor allem Jugendliche die sich für eine Wiederherstellung der demokratischen Ordnung einsetzen. In diesem Workshop wollen wir anhand des Videos "Die Junge Hondurensische Revolution" den Hintergrund für die Wiederstandsbewegung verstehen und dann darüber diskutieren, wie wir in Deutschland konkret helfen können. Antisemitischer vs. legitimer Israelkritik vom LAK Shalom Teamer: Daniel und Stefan Im Februar diesen Jahres kam es innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend ['solid] sowie innerhalb der Partei Die Linke zu einer Auseinandersetzung, in dessen Mittelpunkt das Verhältnis der Linken zu Israel stand. Ausgangslage war die Einladung von Norman Finkelstein, der im Rahmen einer Vortragsreihe auch in Berlin Station machen sollte, um über Israels Militäroperation im Gazastreifen vor einem Jahr, sowie über die Auswirkungen und den Goldstone-Report zu reden. Was folgte, ist bekannt: Der LAK Shalom Brandenburg und Berlin des Jugendverbands, eine Vielzahl weiterer linker Gruppierungen sowie die jüdische Gemeinde Berlins organisierten Druck auf die Raumverantwortlichen, um Finkelstein zu verhindern. Dieses Anliegen wurde nach mehreren Raumabsagen - u.a. durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung - erreicht.
Warum handelten wir gegenüber Finkelstein so kompromisslos? Und ist dieses Agieren vereinbar mit dem pluralistischen Anspruch der Linken? Wir wollen die Antworten finden, indem wir uns einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex von Antisemitismus und Kritik an Israel nähern wollen. Kapitalismus und Gesundheit Teamerin: Susanne Dieser Workshop soll mindestens einen Einstieg ins Thema Auswirkungen des Kapitalismus auf ganz existentielle Dinge unseres Lebens wie Ernährung und Gesundheit sein, evt. aber auch schon mehr. Es soll über eine Diskussionen hinaus einen Einblick ins Thema geben und die Teilnehmer auf einen Wissensstand bringen der evt. dazu anregt, Stellungnahmen zur Pharmalobby und auch Lebensmittelproduzentenlobby zu formulieren. Aber auch andere Themen, die Euch interessieren, wie bspw. Ökolandbau und Lebensmittelgentechnik, können wir im Rahmen des Workshops ansprechen. Linksjugend Südbrandenburg Teamer: Paul Unser (die OGs aus Cottbus, Forst, Guben) erklärtes Ziel ist es, einen Austausch über Verfahrensweisen, Erfahrungen und Ideen anzuregen um so u.a. anderen Ortsgruppen hilfreich zu sein. Eine stärkere Vernetzung liegt in unser aller Interesse, um so Aktivist_innen besser mobilisieren zu können und neue Kontakte auf persönlicher Ebene zu knüpfen. |






