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Frankfurt (Oder) | 16./17. September 2005
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen rassistische, nationalistische und antisemitische Verhaltensweisen und Handlungen gravierende gesellschaftliche Probleme dar. Sie werden in einem breiten Spektrum der Gesellschaft verursacht und praktiziert. Menschen, die nicht in das völkische, rassistische Weltbild vieler Deutscher passen, werden weitestgehend vom sozialen Leben ausgeschlossen.
Das ist ein Grund für uns, in außerschulischer Bildungsarbeit stärker die Probleme zu fokussieren, auf die es ankommt: Nation, Volk, Nationalstolz, Fremde, Ausländer etc. Ausgrenzungsmechanismen müssen ernster thematisiert, antifaschistische Gegenstrategien für eine demokratische Kultur stärker diskutiert, ausprobiert und in der Gesellschaft etabliert werden.
Im Zentrum des Seminar- und Konzertwochenendes stehen folgende Schwerpunkte:
- Entwicklung eines Verst ändnisses für gegenwärtige gesellschaftliche Probleme - Aufklärung über die Entstehung der unterschiedlichsten Formen von Diskriminierung, Rassismus, Anti-semitismus, Nationalismus - Information über die Entwicklung der Naziszene und ihrer Strategien - Unterstützung aktiven antifaschistischen Handelns in der Gegenwart
Podiumsdiskussion: "Sinn und Unsinn von Volk und Nation"
Welche Relevanz und Wirksamkeit hat das Konzept der Nation im gesellschaftspolitischen Engagement und für jeden einzelnen Menschen? Referenten: - Jörg Schulz, BdA Frankfurt (Oder) e.V. - Marco Heinnig, Bundessprecher ['solid], Berlin - Peter Staffa, Projektleiter „Building Bridges", Friedrichsgymnasium - einE ReferentIn der Jung DemokratInnen/Junge Linke (angefragt) - Joachim Runge, Initiative gegen Antisemitismus (angefragt) - Dr. Rainer Erb, PD für Politikwissenschaften
Seminare
"Was ist eigentlich Rassismus?"
Wie zeigt sich Rassismus und welche Auswirkungen hat er? Referentin: Antje Simnack, Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt Frankfurt (Oder)
"Was ist Antifa?"
Was beinhaltet die antifaschistische Arbeit? Liegt der Schwerpunkt nur auf dem Agieren gegen Rechts? Mit einem kurzen geschichtlichen Abriss seit Anfang der 90er! Referent: Knut S. Steinkopf, Bildungsoffensive Berlin und Demokratisches JugendForum Brandenburg
"Was ist Antisemitismus?"
Ist Antisemitismus ein gesellschaftliches Vorurteil gegenüber Juden oder steckt dahinter noch viel mehr? ReferentIn: Jung DemokratenInnen/Junge Linke (angefragt)
"Was tun gegen Rechts? - Perspektiven im Umgang mit Rechten"
Was oder wer ist Rechts? Welche Möglichkeiten gibt es dagegen vorzugehen? Referenten: Christof und Christian, Zivilcourage gegen Rechts Dresden
Referate
Entwicklung und Strategie der Naziszene
Welche Entwicklung machte die Naziszene und welche Strategie fährt sie um ihre Menschenverachtung in die Öffentlichkeit zu tragen? Gerhard Hoffmann, Bund der Antifaschisten Frankfurt (Oder) e.V.
Mit Repression gegen Rechts
Welche Auswirkungen haben staatliche Repressionsmaßnahmen auf die Naziszene und deren Entwicklung? Dr. Rainer Erb, PD für Politikwissenschaften, Rechtsextremismusexperte
Bands
Gegen Windmühlen kämpfen (Ska, Polka und Punk aus Guben) HipHop Partisanen (politischer HipHop)
Programmablauf:
16.09.2005
17.30 Uhr Eröffnung des Seminar- und Konzertwochenendes 18.00 Uhr Podiumsdiskussion „Sinn und Unsinn von Volk und Nation" 21.00 Uhr Party im Backdoor; Rosa-Luxemburg-Str. 42
17.09.2005
9.00 Uhr gemeinsames Frühstück 10.00 Uhr: Seminar 1: „Was ist eigentlich Rassismus?" Seminar 2: „Was ist Antifa?" 12.00 Uhr Mittagspause mit Kurzfilmvorführung 14.00 Uhr Seminar 3: „Was ist Antisemitismus?" Seminar 4: „Was tun gegen Rechts? Perspektiven im Umgang mit Rechten" 16.00 Uhr Pause 17.15 Uhr Referat "Entwicklung der Naziszene und ihrer Strategien" 18.00Uhr Referat „Mit Strafverschärfungen gegen Rechts?" 20.00 Konzert der Bands: Gegen Windmühlen kämpfen! HipHop Partisanen
Preise
Bildungsveranstaltung ist an beiden Tagen kostenlos 16.09. Party im Backdoor: 1,- Euro 17.09. Konzert im Mikado: 2,50- Euro, Seminare ebenfalls im Mikado (Franz-Mehring-Str. 20) Änderungen unter Vorbehalt!
Das Seminar- und Konzertwochenende ist ein Gemeinschaftsprojekt von: UTOPIA e.V. und der Antifa Frankfurt (Oder). |