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Infoabend: Wie fragt man eine Koma-Patientin, ob sie leben möchte? Bioethik (2004) PDF Drucken E-Mail

Frankfurt/Oder | 26. April 2004

Hätte Terri Schiavo sich direkt äußern können, wäre vieles einfacher gewesen. Aber sie konnte nicht gefragt werden. Genau wie Embryonen, die "Behinderungen“ haben, nicht gefragt werden können, ob sie mit diesen leben oder lieber abgetrieben werden wollen. In solchen Fällen entscheiden Menschen, die gefragt werden können (die Familie, Ärzte) über Leben oder Tod. Diese Entscheidung ist nicht leicht. Aber oft machen sie sich viele zu leicht...

Mit den heutigen medizinischen Möglichkeiten ist es immer weniger utopischer in einer Welt voller gesunder und "vollkommener“ Menschen zu leben. Doch wer entscheidet über diese "Vollkommenheit“. Kann dieser Drang zur Perfektion ein mörderischer Drang werden?

Ab wann lebt ein Mensch? Ab wann nicht mehr? Diese äußerst polarisierenden Fragen sind eng mit der Problematik der Bio-Ethik verbunden. Ob sich Bio-Ethik als Philosophie des 21. Jahrhunderts eignet, soll am Dienstag, dem 26.04.2009 um 18 Uhr in der Aula des Gauß-Gymnasiums nach einem Referat von Dr. Ilja Seifert diskutiert werden.

Lob der Vollkommenheit? Lob der Unvollkommenheit?