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| 50 Jahre Bundeswehrmacht |
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Aktion von ['iskra] in Frankfurt/Oder Heutzutage weltweit einsatzfähig, schnell, kompetent und sympathisch. Egal, ob sie in Afghanistan oder auf dem Balkan mordet, alle scheinen sie toll zu finden. Mittlerweile hat sie sich mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit beliebt gemacht, sie besucht SchülerInnen in den Schulen, unterstützt Sportvereine, hat für einige eine Ausbildung parat oder tourt mit ihrer „Big Band der Bundeswehr“ durch unser ach so geliebtes Vaterland. Bedauerlicherweise besuchte die „Big Band“ wegen des 50. Geburtstages Frankfurt und dies war unser Anlass, allen BesucherInnen zu zeigen, was wir von Armeen und Soldaten halten... Wir hatten auch schon mal ein Konzert vor dem Rathaus organisiert, bloß war unsere Bühne und unser Publikum wesentlich kleiner. Und auch der Oberbürgermeister, Martin Patzelt (CDU), hat bei unserem Konzert keine Begrüßungsrede für die Bundeswehr gehalten. Naja, wir haben ja auch nicht für behinderte Menschen Spenden gesammelt. Wahrscheinlich hatten wir auch nicht das Problem, so um unser Image in der Öffentlichkeit zu werben. Wir, 15 Leute, gegen die Bundeswehr und wahrscheinlich auch noch gegen den größten Teil des Publikums (Ich denke, mindestens 25% hatten stolz ihre Militäruniform an. Verständlich, auf einem Konzert muss man ja gut aussehen). Logischerweise waren auch ein paar Juniornazis dabei, die sich von der Bundeswehrmacht anziehen ließen. Anfangs war es aber doch noch einfach, unsere Flyer zu verteilen, selbst die Nazis haben einen bekommen. Als wir dann aber unser Transparent raus holten und anfingen, mit unseren schönen Trillerpfeifen Rabatz zu machen, bewegte sich die Menge. Auf einmal stürmten SoldatInnen und PolizistInnen zu uns. Das war lustig, vor allem das Kommentar eines Polizisten: „Das habt ihr aber schön umformuliert.“ Naja, wir sind ja auch nicht dumm, denn der Klassiker „Soldaten sind Mörder!“ ist ja verboten (stimmt ja auch gar nicht...) und so stand auf unserem Transpi zu lesen: „Nicht alle Mörder sind Soldaten!“, was wohl auch die Begeisterung des Polizisten auslöste. Jedenfalls durften wir unsere Meinung äußern, bloß das Trillern mussten wir sein lassen. Ab und zu wurden wir mal weg geschubst von einigen Bundeswehrfans, aber das hielt uns nicht ab, weiterhin unser Anliegen deutlich zu machen. Einige Soldaten fragten uns, was wir damit meinten, da mussten wir lachen, andere verstanden wohl den Vorwurf und stellten sich deshalb mal zu zweit, mal zu dritt vor unser Transpi (alleine traut man sich ja auch sowas nicht). Auch die Juniornazis fanden unsere Aktion interessant und fotografierten uns. Das gleiche tat auch die Antifa, aber sicherlich wegen eines anderen Grundes. Einmal kam sogar das Fernsehen... Irgendwann kam dann ein Soldat, der meinte, er wisse was Anarchie sein und so entstand eine Diskussion. Naja, ein anderes Wort fällt mir nicht ein, um zu beschreiben, was wir da nun taten. Irgendwann beschwerte er sich, dass er uns akustisch nicht versteht, weil er auf dem Balkan mehrere Sprengungen durchführte, wodurch sein Gehör schwer geschädigt sei. Auf die Frage, warum er das denn getan habe, antwortete er selbstbewusst und ohne zu zögern, dass es ihm Spaß gemacht habe. Gut, jeder Mensch hat halt unterschiedliche Interessen, der eine spielt Computer, der andere malt ein Bild und wieder andere Sprengen was in die Luft. Am Ende waren wir dann aber doch enttäuscht, nicht den Effekt erzielen zu können, wie es wohl nötig gewesen wäre. Aber dennoch war es eine schöne Erfahrung, alle gegen sich zu haben. Das ist aber lange noch nicht Grund genug sich weiterhin für Frieden, Abrüstung, Freiheit und Pazifismus einzusetzen. Weg mit den scheiß Waffen! Weg mit der Bundeswehr! Weg mit den Armeen! Hier unser Flyer: Die Bundeswehr sammelt zu Gunsten „behinderter“ Kinder. Wir sind gegen die Bundeswehr. Sind wir dadurch auch gegen die Hilfe für „behinderte“ Kinder? Wir sprechen der Bundeswehr als deutsche (!) Armee (!) jegliche Existenzberechtigung ab. Armeen sind grundsätzlich autoritär, hierarchisch und somit in der Endkonsequenz demokratiefeindlich. Wenn eine Armee auch noch in der Tradition der faschistischen deutschen Wehrmacht steht und diese Armee weltweit, nicht trotz, sondern wegen der deutschen Geschichte, wegen Auschwitz, Kriege führt, ist sie um weiteres schärfer zu verurteilen. (Dieser Hintergrund verschwindet auch nicht, wenn die Bundeswehr lustige Musik macht und sich so positiv vermarkten will.) Als positiver Nebeneffekt der Abschaffung der Bundeswehr würde verdammt viel Geld aus dem Rüstungshaushalt frei werden. Warum das nicht für soziale Projekte, wir die Hilfe für „behinderte“ Kinder zur Verfügung stellen? (Wir denken, damit beantwortet sich unsere eingangs gestellte Frage von selbst.) Soldaten sind Mörderalala-schalalala-la! (Tusch!) ['iskra] / aaffo |





