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| Presseerklärung: Linkspartei.PDS beschließt Coca-Cola Boykott |
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Gründe sind Morde in Kolumbien und Umweltzerstörungen in Indien Die Linkspartei.PDS Brandenburg hat auf ihrem Landesparteitag am 04. Februar 2007 in Blossin beschlossen, zukünftig auf Produkte der Coca-Cola Company zu verzichten. Zudem forderte sie ihre Mitglieder und SympathisantInnen auf, auch privat auf den Konsum verschiedenster Marken des Konzerns zu verzichten. Gründe für den Boykott-Aufruf sind Vorwürfe gegen die Firma, in Kolumbien in Morde an Gewerkschafter verstrickt, sowie in Indien durch Umweltverschmutzung für die Verarmung ganzer Landstriche verantwortlich zu sein. Ein entsprechender Antrag war vom Linkspartei-nahen Jugendveraband [‘solid] eingebracht worden. Dieser versteht sich als Teil der Brandenburg-weiten „Killerbrause“-Kampagne, die versuchen will, Coca-Cola Produkte aus den Schulden Brandenburgs zu verbannen, um so Druck auf den Konzern auszuüben. Zu dem Boykott der Linkspartei.PDS erklärt Daniel Poensgen von der Killerbrause-Kampagne: „Erfreut stellen wir fest, dass sich die Linkspartei dazu durchgerungen hat, Coca-Cola Produkte in Zukunft zu boykottieren. Dies ist ein wichtiges Signal, sowohl an den Konzern, als auch an die Betroffenen vor Ort. Die Botschaft an Coca-Cola lautet: ‚Wir lassen Euch nicht aus den Augen! Wer weltweit Geschäfte machen will, muss sich an Regeln halten. Umweltzerstörung und Mord werden von uns nicht toleriert.‘ Und für die Betroffenen in Kolumbien und Indien, die ausdrücklich zum Boykott aufgerufen haben, bedeutet dieses Signal: ‚Wir lassen Euch nicht allein! Auch in Brandenburg gibt es Menschen, die an Euren Kämpfen Anteil nehmen und versuchen, Euch dabei zu unterstützen, ein Leben in Würde führen zu können.‘ “ Desweiteren erklärt der Student aus Potsdam: „Wir sind uns der Widersprüche einer Kampagne gegen Coca-Cola bewusst. Auf der einen Seite gibt es unzählige Multinationale Konzerne, die in ihren Niederlassungen in Ländern der sogenannten „3.Welt“ Menschenrechte mit Füßen treten, auf der anderen Seite ist ein solches Verhalten nicht mit der etwaigen Boshaftigkeit einzelner Konzerne zu erklären, sondern mit dem Zwang zur Profitmaximierung, der unserem Wirtschaftssystem zu Grunde liegt. Trotz dieser Widersprüche halten wir an unserer Kampagne fest. Die Coca-Cola Company kann ihre Verbrechen nicht damit rechtfertigen, dass andere Konzerne auch Unrecht verschulden. Und Coca-Cola ist keine gewöhnliche Marke: Sie ist global präsent wie keine andere und hat eine besondere Anziehung auf junge Leute. Genau für diese Jugendlichen hat die „Killerbrause“-Kampagne eine besondere Wirkung: Sie vermag es, dem Kapitalismus ein Gesicht zu geben, und aufzuzeigen, welche Auswirkungen Konsumentscheidungen hier auf Länder außerhalb von Europa haben können.“ Als Alternative zu Produkten von Multinationalen Konzernen wie Coca-Cola empfiehlt Poensgen Produkte aus Fair-Trade Projekten. Eine Broschüre zum Thema „Fair-Trade in Potsdam“ ist bei [‘solid] Potsdam erhältlich. Der Antragstext , der begründende Redebeitrag, sowie ausführliche Hintergründe zu den Vorwürfen gegen Coca-Cola sind unter www.killerbrause.de abrufbar. -- |





