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Erklärung: "Villa Rosa" - Der Kampf geht weiter! PDF Drucken E-Mail

Die BesetzerInnen informieren (16.06.2005)

Am 16.6. tourten die BesetzerInnen der „Villa Rosa“ durch Frankfurt und gestatteten SchülerInnen verschiedenster Schulen einen kleinen Besuch ab. Dabei gab es Musik und einige Flyer.

Um auch die ['solid]-Mitglieder bzw. die Interessierten aus dem ['solid]-Umfeld weiterhin auf dem Laufenden zu halten, haben wir uns gedacht, den Text eines Flyers auch hier auf der Internetseite zu veröffentlichen.

[++the-dark-city++]

Frankfurt (Oder). Die Stadt in der wir leben. Eine Stadt, die geprägt ist von kapitalistischer Ausbeutung, sozialer und rassistischer Ausgrenzung sowie allgegenwärtiger Perspektivlosigkeit. Ein Leben, dass den eigenen Ansprüchen gerecht wird, können sich hier nur wenige aufbauen.

Zum Programm der Stadtpolitik gehört das Kommerzialisieren jeglicher sozialer Räume. Nur wer hohe Preise zahlt und sich dem vorgegebenen gesellschaftlichen Mainstream anpasst, kann kulturelle Angebote in der Stadt nutzen. Armen, Flüchtlingen und anderen Ausgegrenzten, die nicht in das Bild eines sauberen Frankfurts passen, werden öffentliche Räume unzugänglich gemacht. Brutale Nazis und autoritäre PolizistInnen machen uns das Leben noch schwerer.

[++time-for-revolution++]

Für uns gilt es diesen Zustand zu durchbrechen. Wir wollen ein Leben in Freiheit und Gerechtigkeit. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Herrschaft und Nationalismus sind für uns nicht zu akzeptieren. Um antifaschistische und demokratische Entwicklungen vorantreiben zu können, benötigen wir Räume in denen wir Bildung, Kultur und soziales Leben unkommerziell zugänglich machen können.

Das von uns angestrebte Soziale Zentrum soll u.a. Platz für Bildungsveranstaltungen, Konzerte und Parties, Werkstätten aller Art, künstlerische Entfaltung und politischen Initiativen bieten. Es wird die Möglichkeit bestehen, die öffentlichen Räume des Projektes jederzeit zu nutzen und eigene Ideen zu realisieren.

Die organisatorischen Aufgaben werden größtenteils vom Wohnkollektiv bestritten, welches das Zentrum betreibt und ständig am Laufen hält. Unser Plan zur Finanzierung baut auf eigene Stärke und auf die Solidarität von UnterstützerInnen. Andererseits fordern wir von der Stadt, dass uns und anderen leerstehende Gebäude zur Verfügung gestellt werden. Um sich Gehör zu verschaffen, reicht ein einfaches Anfragen allerdings scheinbar nicht...

[++something-about-history++]

Wie du sicher schon mitbekommen hast, haben wir am 23.4. ein seit Jahren leerstehendes Haus in der Rosa-Luxemburg-Straße besetzt. Dieser Tag war für uns als AntifaschistInnen, mit dem 60. Jubiläum der Eroberung des faschistischen Frankfurts durch die Rote Armee, ein besonderer Feiertag. Bereits an diesem Tag veranstalteten wir eine große Party mit Konzert in dem von uns „Villa Rosa“ getauften Haus. In den folgenden 2 Tagen kamen viele Menschen und mit einem unbeschreiblichen Gefühl der Freiheit wurde zusammen gewerkelt und gelebt.

Jedoch hat das einigen Menschen ganz und gar nicht gefallen. Die selbsternannte Obrigkeit ließ uns am Mittag des 26. Aprils, vor den Augen hunderter Menschen, durch ein militärisch aufgerüstetes Polizeiaufgebot aus dem Haus schaffen. Es ist schockierend und skandalös, zu welchen Mitteln die MachthaberInnen greifen um unseren Freiheitswillen zu brechen.

Einschüchtern kann uns das aber nicht!!

Die, die einmal den Geschmack der Freiheit gekostet haben, werden für immer für sie kämpfen.

[++fight-for-your-right++]

„An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt?

An uns.

An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird?

Ebenfalls an uns.

Wer niedergeschlagen ist, der erhebe sich.

Wer verloren ist kämpfe!

Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?

Denn die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen - und aus „niemals“ wird HEUTE NOCH.“

(Berthold Brecht)

Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt. Wir rufen alle Menschen auf es gleich zu tun. Solidarisiert euch mit dem Sozialen Zentrum!

 

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