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Presseerklärung: Ein weiteres Mal: Setzen Rupprecht, Sechs! PDF Drucken E-Mail

Rupprechts neue schulpolitische Visionen (24.02.2006)

Zu den Vorstellungen für ein neues Schulgesetz, die Brandenburgs Bildungsminister Rupprecht am vergangenen Mittwoch präsentierte, erklärt Norbert Müller (20 Jahre, Lehramtsstudent), stellvertretender Landesvorsitzender von [’solid] Brandenburg:

„Holger Rupprechts Visionen für ein neues Schulgesetz sind nicht nur für fortschrittliche BildungspolitikerInnen ein Albtraum. Vor dem Hintergrund der alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studien kann Minister Rupprecht für seine schulpolitischen Vorschläge im besten Fall  reine Inkompetenz unterstellt werden.

Wer angesichts der deutlichen Ergebnisse der UNO-Untersuchungen zur Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung die weitere Zementierung des selektiven Bildungssystems betreibt, gehört als Minister abgelöst und auf die Schulbank zurückgesetzt.

Doch damit nicht genug: Pädagogisch unsinnige Kopfnoten, die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien auf 12 Jahre und die reguläre Einführung von so genannten Schnellläuferklassen sind Rupprechts klägliche Antwort auf PISA. Seine Drohung, künftig SchulschwänzerInnen „zu ihrem eigenen Schutz“ von der Polizei in die Schule bringen zu lassen, erinnert an die ekelerregenden Fußfesselphantasien der CDU-Rechtsaußenpolitiker Schönbohm und Petke.

Dennoch nehmen wir die Aufforderung Rupprechts gern an, bis Ende des Jahres seine wirren Vorstellungen von emanzipatorischer Bildungspolitik zu diskutieren. Sogleich ein kleiner Vorschlag:

[’solid] Brandenburg fordert...

  • ...die Abschaffung des selektiven Schulsystems. Das bestehende mehrgliedrige Schulsystem fördert und zementiert soziale Ungerechtigkeiten. Wir wollen den freien Zugang zu Bildung. Eine Schule für alle!
  • ...keine weiteren Schulschließungen in Brandenburg. Schulwege für SchülerInnen aller Altersklassen von zum Teil mehrstündigen Busfahrten am Tag sind nicht zumutbar.
  • ...weg mit dem Notenzwang. Keine Kopfnoten für SchülerInnen."