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Bericht: Wenn die Antifa dreimal klingelt – Dann ist sie wohl grad auf LAK-Tour PDF Drucken E-Mail

Tour des LAK Antifa (März 2008)

ImageGleich nach den Osterfeiertagen begaben sich junge AntifaschistInnen mit Sack und Pack und der roten Feuerwehr auf Tour. Ziel waren die Basisgruppen des Landesverbandes und interessierte Jugendliche, die sich den Antifaschismus auf die Fahnen geschrieben hatten. Neben durchgeführten Workshops wurden Transpis gemalt, fanden Diskussionen statt und wurden Erfahrungen ausgetauscht.

Dienstag. der Landesarbeitskreis Antifaschismus (LAK Antifa) macht sich auf dem Weg in den Osten des Landes. Bepackt mit Transpi-Stoff, Farbe, Leim und jeder Menge guter Laune...

In Fürstenwalde beteiligte mensch sich an einer Straßenaktion gegen den ansässigen British Corner, der die von Rechtsextremen vertriebene Marke „Thor Steinar“ in seinem Sortiment hat und rückte damit das Problem in die Fürstenwalder Öffentlichkeit. Der Tag endete mit einem antifaschistischen Nachtspaziergang durch Eisenhüttenstadt und einem Seminar über faschistische Propaganda, welches insbesondere das Projekt „Volksfrontmedien“ näher beleuchtete.

Am Mittwoch hielt der LAK in Lieberose um der Opfer des faschistischen Terrors zu gedenken. Auf den Höhen der Stadt befindet sich eine Gedenkstätte für das KL-Außenlager Liro des KL Sachsenhausen. Dieser Ort galt unter den Nazis als „Straflager“, ftlinge aus Sachsenhausen wurden zur „Strafverschärfung“ hierher verlegt. Beim Herannahen der Roten Armee und kurz vor der Befreiung des Lagers wurden 1.000 zurückgelassene Häftlinge von der SS erschossen.

Die nachfolgenden Besuche in Forst und Spremberg waren von Diskussionsrunden und dem Malen von Transpis geprägt. Mensch tauschte sich aus über Nazi-Strukturen, etwa den Spremberger /*Bunker 38*/, Vorgehensweisen und Aktionsformen aus und hinterließ in beiden Städten deutliche Zeichen gegen die örtlichen Faschisten.

Neuenhagen und Falkensee bildeten den Abschluss der Tour. Hier besuchte mensch ein alternatives Jugendzentrum und fand in Diskussionen die breits in Forst gemachte Beobachtung bestätigt, dass solche Freiräume wichtige Ausgangspunkte für dauerhaftes antifaschistisches Engagement vor Ort darstellten können.