suche

Bericht: Rumgeopfer, „Sieg Heil“-Rufe, schlechte Musik – Hitlers Geburtstag in Nauen (21.04.2010) PDF Drucken E-Mail

Am Dienstag, den 20. April 2010, veranstaltete die NPD in der Zeit von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr im osthavelländischen Nauen eine so genannte „Mahnwache“, mit der vorgeblich an den Bombenangriff vor 65 Jahren erinnert werden sollte.

Von der NPD war nichtsdestotrotz nichts weiter zu sehen, stattdessen gruppierten sich einige Autonome NationalistInnen in einem kläglichen Häufchen von 20 Nazis im Kreis und versuchte den Opfern der alliierten Kriegsanstrengungen in Nauen zu gedenken, und damit die völlig legitimen Kriegsbemühungen der Anti-Hitler-Koalition zu delegitimieren.

Der Versuch scheiterte kläglich an den Sprechchören und Sirenengeräuschen der GegendemonstrantInnen und dem Hupkonzert vorbeifahrender Autos, die den AntifaschistInnen damit ihre Solidarität bekundeten.

Ein Bündnis aus linken und zivilbürgerlichen antifaschistischen Gruppen hatte gegen die Trauerveranstanstaltung mobilisiert. In einem Redebeitrag unterstrich die Bundestagsabgeordnete Diana Golze, dass die Kriegsschuld allein bei Deutschland zu suchen ist.

Unterstrichen wurde das Niveau der Nazi-Veranstaltung von einem pöbelnden „Deutschen“, der sich geifernd über die GegendemonstrantInnen empörte, und diese schließlich attackierte. Nachdem er gut 10mal mit Hitlergrüßen um sich winkte wurde er von der Polizei weggeschleppt.

Nauen stellt allerdings nur ein Glied in der Kette von Naziaktivitäten in Brandenburg und Berlin dar.

Es ist wichtig, dass ein ähnliches Aufgebot an AntifaschistInnen den Nazis auch in

  • Berlin (01.Mai),
  • Brandenburg/Havel (08.Mai),
  • Bernau (29. Mai),
  • Eberswalde (5. Juni),
  • Bad Freienwalde (12. Juni),
  • Strausberg (19.Juni)
  • Joachimsthal (26. Juni)
  • Biesenthal (3. Juli) und
  • Manschnow (10. Juli)

in die Suppe spuckt.

--