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| ND: Ein Jugendverband für zwei Parteien |
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Linkspartei-nahe Organisation solid nun auch von der WASG anerkannt Von Andreas Fritsche 29.11.05 Von heute auf morgen, von jetzt auf gleich hat sich die märkische Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG) einen Jugendverband zugelegt. Das geschah ohne Aufwand. Niemand musste ein Statut und ein Programm schreiben, Mitglieder werben und zu einer Gründungsversammlung einladen. Nur ein Beschluss war notwendig, und den fasste der Landesrates am Sonnabend. Seitdem erkennt die WASG den Linkspartei-nahen Jugendverband solid offiziell an. Solid ist nun quasi auch WASG-naher Jugendverband. Die Initiative dazu kam von solid. Der Verband bemühte sich seit dem Sommer um die Anerkennung durch die WASG. Den Hintergedanken erläuterte solid-Landesvorständler Norbert Müller am Montag: Die märkische WASG hatte noch keinen eigenen Jugendverband. Solid zählt in Brandenburg bloß 170 Mitglieder und könnte noch ein paar Mitstreiter gebrauchen. Dass die Hand voll junger Leute in der märkischen WASG ihren eigenen Laden aufmacht, ergebe wenig Sinn. Müller ruft die jungen WASG-Mitglieder auf, sich bei solid zu engagieren. Dafür warben Martin Günther und Katharina Dahme vom solid-Landesvorstand am Sonnabend im Potsdamer Gasthaus »Lindenhof«, wo sich der Landesrat der Wahlalternative versammelt hatte (ND berichtete). Günther erklärte am Montag: »Wir sind offen für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich der Formierung einer starken Linken in der Bundesrepublik anschließen wollen, aber nicht unbedingt den Schritt in die Parteien selbst vollziehen wollen.« Man sehe bei Linkspartei und WASG ähnliche Ansätze zu den dringenden Problemen der Gesellschaft, etwa zu Hartz IV und Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Beides wird abgelehnt. Was Günther bei beiden Parteien fehlt, ist ein »klares, über den Kapitalismus hinausweisendes Programm«. Dafür wolle man sich stark machen. Der WASG-Landesvorsitzende Herbert Driebe, der zu den Befürwortern einer Fusion mit der Linkspartei gehört, freut sich, wenn die Jugend mit gutem Beispiel vorangeht und sich nicht an der Zersplitterung der linken Kräfte beteiligt. Er rechnet allerdings auch damit, dass es eventuell unter den jungen WASG-Mitgliedern Widerstand gibt. Ebenfalls als WASG-naher Jugendverband anerkannt ist laut Müller bereits solid Sachsen-Anhalt. In Schleswig-Holstein schlossen sich WASG-Jugendgruppen dem Jugendverband solid an. Eine bundesweit agierende Jugendorganisation gibt es Müller zufolge bei der Wahlalternative nicht, nur Landesarbeitsgemeinschaften in Bayern und Nordrhein-Westfalen und ansonsten örtliche Gruppen. Neues Deutschland, 29.11.2005 --
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