suche

Happy Birthday: Mit LINKS gegen Sozialabbau, Nazis und Resignation PDF Drucken E-Mail
 Die Gründung des Landesverbandes der LINKEN in Brandenburg stand am vergangenen Sonnabend ganz im Zeichen des Aufbruchs und war sich gerade deshalb ihrer historischen Verpflichtung bewusst: VertreterInnen der beiden fusionierenden Landesparteien Linkspartei.PDS und WASG sowie der Linksjugend [solid] hatten im Vorfeld des Parteitages Gedenkveranstaltungen in der ehemaligen Hinrichtungsstätte des Zuchthauses und an der Euthanasie-Gedenkstätte in Brandenburg/Havel Kränze und Blumen niedergelegt... Als sozialistischer Jugendverband gratulieren wir zur gelungenen Fusion und sind froh, dass sich eine breite Mehrheit der Delegierten durch die Anerkennung unseres Verbandes als Jugendstruktur der neuen Partei für eine Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit aussprach. Am Rande der Veranstaltung erklärte der LandessprecherInnenrat:

"Wir sind froh, dass der Parteitag sich klar gegen einen relativierenden Umgang mit Neonazis ausgesprochen hat und die Kriminalisierung antifaschistischen Widerstandes, wie wir sie nicht erst seit den jüngsten Vorfällen in Neuruppin erleben, klar verurteilte. Zivilcourage und Antifaschismus dürfen keine zwiespältigen Begriffe sein und der Erfolg antifaschistischer Aktivität nicht von Rang und Stellung der TeilnehmerInnen abhängen.

Vor dem Hintergrund wachsender Ungleichheit im Land, von Schulschließungen, fehlenden Ausbildungsplätzen, massiver Abwanderung und alltäglicher rassistischer Gewalt ist die Gründung eines gemeinsamen Landesverbandes der beiden Parteien ein wichtiger Schritt gegen die Zersplitterung linker Kräfte in Brandenburg.

Wer diese Welt gerecht verändern möchte und sich dabei nicht mit den Krümeln abspeisen lassen will, muss unterschiedliche Ansätze und Ansichten als Bereicherung durch Vielfalt erkennen. Nur gemeinsam kann es gelingen, die Hartz IV-Parteien, ihre Kriege, Abschiebegesetze und Überwachungsstaatsgelüste unter den massiven gesellschaftlichen Druck zu setzen, der seit langer Zeit überfällig ist. Wir begrüßen die mehrfach geäußerte Betonung der Notwendigkeit außerparlamentarischen Drucks für eine konstruktive Oppositionspolitik und werden die neue linke Partei in Brandenburg mit diesem Anspruch kritisch solidarisch beim Wort nehmen!"

--